Museumsfeste und Märkte

Drei Museumsfeste haben im Deutschen Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck Tradition.

Hirtentag

Hirtentag vor dem Hirtenmuseum

Der Hirtentag am 6. Januar geht zurück auf die Hirtentreffen, die zwischen 1931 und 1967 in Hersbruck stattfanden: An Heilig Drei König trafen sich die Rinderhirten des Nürnberger Landes zum Musizieren und zum Erfahrungsaustausch – auch der Grundstock der Museumssammlung geht auf diese Treffen zurück. Den Beruf des Gemeindehirten gibt es schon lange nicht mehr – die Tradition der Hirtentreffen aber wird seit 1973 in Form des Hirtentages im Deutschen Hirtenmuseum fortgeführt. Seither wird das neue Jahr traditionell mit dem lauten „Patschen“ der Ringelpeitschen fränkischer Hirten am 6. Januar begrüßt. Um 11, 13 und 15 Uhr schallen die Peitschenknalle vor dem Museum durch die Straße, um 11 Uhr eröffnet der Erste Bürgermeister das Fest. Von 10 bis 17 Uhr lockt das Deutsche Hirtenmuseum mit Markttreiben und Vorführungen der Aussteller, mit einem bunten Musikprogramm und mit deftigen und süßen Leckereien aus der Museumsküche.

Das zweite große Fest im Jahr ist seit 1993 das Schaffest am ersten Sonntag im Mai. Da verwandelt sich der Museumsgarten in eine Schafsweide, auf der seltene Rassen zu bewundern sind. Auch auf dem Markt, der sich über das gesamte Museumsgelände erstreckt, und im Museumsbiergarten dreht sich vieles um das Schaf. Seit 2013 hat das Schaffest einen mittelalterlichen Flair. Da wird Met zu schwungvoller mittelalterlicher Musik getrunken, das Museumsteam und die Händler erscheinen gewandet – und Gäste, die ebenfalls mittelalterlich gewandet sind, erhalten ermäßigten Eintritt. Auch durch den Rest der Altstadt lohnt sich an diesem Tag ein Bummel: Der Einzelhandel in Hersbruck begeht zum Schaffest traditionell einen verkaufsoffenen Sonntag.

An Zeiten, als das Deutsche Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck eine umfassende Handwerkerschau beinhaltete, erinnert noch heute der Handwerkermarkt. Jährlich bieten Handwerker der unterschiedlichsten Sparten von 10 bis 18 Uhr ihre kunstvollen gearbeiteten, qualitativ hochwertigen Produkte zum Verkauf – aber sie führen auch ihre alten Künste vor, und manche lassen die kleinen und die großen Gäste selbst Hand anlegen. Drechsler, Pinselmacher, Zinngießer und Geigenbauer sind mit dabei, genauso wie ein Schmied, eine Klöpplerin und ein Steineschleifer. Im Museumsbiergarten gibt es Leckeres aus der Museumsküche und zünftige Musik – seit 1981 ein Fest für die ganze Familie!

Daneben haben sich in den vergangenen Jahren weitere Märkte und Veranstaltungen etabliert: Der Schokoladenmarkt im März verspricht Genuss pur, „Unikat sucht Liebhaber“ ist eine Fremdveranstaltung, die auf Qualität und Ästhetik setzt, und bei dem Markt „Herzwerk“ werden schöne Dinge und Dienstleistungen von Unternehmerinnen aus der Region angeboten.

Saisonale Veranstaltungen

Ende Juli holen wir mit dem „Sardischen Abend“ das Lebensgefühl der Mittelmeerinsel in den romantischen Innenhof des Deutschen Hirtenmuseums. Da wird geschlemmt, was Sardinien an Köstlichkeiten zu bieten hat. Der Circolo Sardo Nürnberg „S’Unidade Sarda“ tischt bei sardischer Livemusik gemeinsam mit dem Museumsteam die herrlichsten Spezialitäten Sardiniens auf: Lamm gegrillt auf sardische Art, „culurgiones“ und andere Nudelsorten, den einmaligen Ziegenkäse der Insel und dazu sardischen Wein oder den Zitronenlikör „limoncello“.

 

Christoph Gering demonstriert den Steindruck

Christoph Gering demonstriert den Steindruck

Eine Woche lang erwacht im Herbst die Lithographie-Druckerpresse des Deutschen Hirtenmuseums zum Leben. In einem kurzen „Lehrgang“ zur Lithografie haben Besucher die Gelegenheit, sich in der Kunst des Steindrucks zu versuchen: Unter fachkundiger Anleitung des Künstlers Christoph Gerling können Sie einen Stein bezeichnen, davon einen Druck erstellen und Ihr Werk natürlich mit nach Hause nehmen.

Seit Sommer 2013 werden der große Saal und der gemütliche kleinere Raum in der Museumsscheune sowie der Innenhof des Deutschen Hirtenmuseums auch für allerlei andere Veranstaltungen genutzt: Für Theatervorführungen, Konzerte, Vorträge, Lesungen, Märchennachmittage. Auch dieses Jahr haben wir ein vielseitiges Programm. 

Holzofenbrot aus dem Museums-Backofen

Jeden letzten Donnerstag des Monats (außer im Dezember) duftet es verführerisch nach frischem Holzofenbrot, wenn der Backofen im Innenhof des Deutschen Hirtenmuseums angeschürt wird. Die Drei- und Vierpfünder werden um 11 Uhr noch warm, frisch aus dem Ofen, im Museum verkauft. Vorbestellungen sind nicht möglich.