Brummtopf, Teufelsgeige und Birkenblatt

Radio-Tipp:

Der junge Musikjournalist Simon Schomäcker sah in seinen Kindertagen in der „Sendung mit der Maus“ einen Beitrag mit Sigi Lott, war sofort fasziniert und hat den Ausnahmemusiker nie vergessen.

So hat er jetzt viele Jahre später ein musikalisches Porträt von dem heute 87-jährigen verfasst und einige Interviews mit Zeitgenossen geführt. Auch im Hirtenmuseum war er hierfür zu Besuch.

Der Radio-Beitrag ist nachzuhören im Musikfeuilleton des Deutschlandfunk Kultur:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/sigi-lott-baute-brummtoepfe-teufelsgeigen-und.3780.de.html?dram:article_id=496558.

 

Sigi Lott und seine Hirten- und Bauerninstrumente

Sigi Lott, geboren 1933 in Nürnberg und in Rohr/Oberpfalz aufgewachsen, war einer der ersten, der traditionelle Hirten- und Bauerninstrumente durch Nachbauten vor dem Vergessen rettete. Im Alter von 12 Jahren lernte er sein erstes Musikinstrument, die Posaune spielen. Trat später als Bassist in Jazzbands auf und im Jahr 1957 wurde er mit dem Mundharmonika-Trio „Neuber“ deutscher Meister. Regelmäßig traf er sich mit Hirten und Schäfern seiner fränkischen Heimat, um sich von ihnen die Spielweise der Instrumente zeigen zu lassen. Ein wichtiger Termin war daher ab Ende der 1970er Jahre der traditionelle Hirtentag im Deutschen Hirtenmuseum Hersbruck.

 

Angeregt von einer Ausstellung begann er sich für den Nachbau von Hirten- und Bauerninstrumenten zu interessieren. Den Anfang machte die Panflöte aus Schilfrohr, zu der sich die Maultrommel, Brummtopf, Birkenblatt, Hirtenlanghorn und eine Anzahl uriger Rhythmusinstrumente gesellten. Bei unzähligen Auftritten in vielen verschiedenen Ländern faszinierte der Ausnahmemusiker das Publikum virtuos auf Neue.